Sichere Bioethanol-Kamine erkennen
Unfälle vermeiden
Obwohl Bioethanol als gefährlicher Stoff eingestuft ist, darf es in Innenräumen als Brennstoff für Bioethanol-Kamine verwendet werden, auch wenn diese nicht vollständig den Sicherheitsnormen entsprechen. Ein CE-Kennzeichen auf solchen Produkten sorgt oft für zusätzliche Verwirrung. Ein Bioethanol-Kamin mit CE-Kennzeichnung kann laut Richtlinien als konform gelten, jedoch laut Europäischer Norm (EN) trotzdem als unsicher eingestuft werden.
Was bedeuten die verschiedenen Kennzeichnungen?
EN-Kennzeichnung: Europäische Normen (EN) werden unter der Schirmherrschaft der europäischen Normungsorganisation CEN in Brüssel erstellt und von den nationalen Normungsinstituten in den Mitgliedsstaaten veröffentlicht. Diese Normen sind dokumentierte, aber rechtlich nicht verbindliche Vereinbarungen. Sie sind also nicht verpflichtend. Die Europäische Kommission fördert jedoch die freiwillige Anwendung von Normen, die sie als nützlich erachtet.
CE-Kennzeichnung: Ein Produkt muss ein CE-Kennzeichen tragen, wenn es unter eine oder mehrere EU-Richtlinien fällt. Für Produkte aus Ländern außerhalb Europas steht CE für „Conformité Européenne“ – also „europäische Konformität“. Alle außerhalb Europas produzierten Produkte müssen geprüft werden, ob sie die Mindestanforderungen der EU erfüllen. Das CE-Zeichen bestätigt die Einhaltung der gesundheits-, sicherheits-, leistungs- und umweltbezogenen Anforderungen, die für das jeweilige Produkt gelten.
Ein Bioethanol-Kamin mit CE-Kennzeichnung kann auch einer EN-Norm entsprechen, das muss aber gesondert angegeben werden. Ein Kamin mit CE-Kennzeichnung erfüllt die Mindestanforderungen für den europäischen Markt. Ein Kamin mit EN-Kennzeichnung erfüllt die höchsten relevanten Standards in Bezug auf Gesundheit, Sicherheit, Leistung und Umwelt.
Es ist bekannt, dass die Verwendung eines Bioethanol-Kamins äußerst gefährlich sein kann. Trotzdem dürfen unsichere Kamine weiterhin auf dem europäischen Markt verkauft werden. Und das, obwohl es auch vollkommen sichere Modelle gibt, die allen Anforderungen der europäischen Normungsgremien entsprechen.
Als Verbraucher werden wir oft durch einen niedrigeren Preis und ein schönes Verkaufsargument verführt: „Wenn Sie vorsichtig sind, passiert nichts.“ Am Ende liegt es an Ihnen: Wählen Sie Ihren Geldbeutel oder Ihre Sicherheit?
Die strenge Sicherheitsnorm für Bioethanol-Kamine in Europa: EN 16647:2015
Anwendungsbereich der EN 16647:2015
- Gilt für freistehende, eingebaute oder Tischkamine ohne Schornstein.
- Nur für dekorative Zwecke, nicht als Hauptheizquelle gedacht.
Konstruktions- und Designanforderungen
- Ein Flammenlöschsystem muss vorhanden sein.
- Stabile Konstruktion.
- Automatische Verriegelung bei Fehlbedienung empfohlen (z. B. während des Betriebs).
- Schutz vor Berührung mit offener Flamme oder heißen Teilen (z. B. durch Abdeckungen).
Sicherheitseinrichtungen
- Ein Flammenlöschsystem muss vorhanden sein.
- Das Nachfüllen des Brennstoffs darf nur erfolgen, wenn der Kamin abgekühlt ist.
- Automatische Verriegelung bei Fehlbedienung empfohlen (z. B. während des Betriebs).
- Schutz vor dem Kontakt mit offenen Flammen oder heißen Bauteilen (z. B. durch eine Schutzscheibe).
Leistungstests
Kamine müssen getestet werden auf:
- Stabilität (Kippsicherheit).
- Dichtheit.
- Flammenlöschung.
- Wärmebelastung.
Warnhinweise & Bedienungsanleitung
Eine klare Anleitung in der Landessprache muss mitgeliefert werden, mit:
- Sicherheitshinweisen.
- Korrekte Befüllanweisungen.
- Zugelassenem Brennstoff (nur Bioethanol).
- Hinweis auf Verbot der Nutzung in schlecht belüfteten Räumen.
- Piktogramme und Warnsymbole zur schnellen Gefahrenerkennung.
Kennzeichnung & Dokumentation
Das Produkt muss folgende Informationen enthalten:
- Name des Herstellers.
- Seriennummer oder Identifikationscode.
- Verweis auf die Norm EN 16647.
- Mitgelieferte Bedienungsanleitung ist verpflichtend.
Zusätzliche Sicherheit
- Verwendung in Kombination mit Rauch- und CO-Meldern empfohlen.
- Mindestabstände zu brennbaren Materialien müssen klar angegeben sein.
CE-Kennzeichen bei Bioethanol-Kaminen
Das CE-Zeichen ist für Bioethanol-Kamine nicht verpflichtend. Wenn ein Kamin jedoch das CE-Zeichen trägt, muss der Hersteller selbst erklären, dass das Produkt alle relevanten EU-Richtlinien erfüllt. In der EU müssen alle Produkte sicher sein – auch ohne CE-Kennzeichen.
Das CE-Zeichen ist für Bioethanol-Kamine nicht verpflichtend. Wenn ein Kamin jedoch das CE-Zeichen trägt, muss der Hersteller selbst erklären, dass das Produkt alle relevanten EU-Richtlinien erfüllt. In der EU müssen alle Produkte sicher sein – auch ohne CE-Kennzeichen.
Der Lieferant ist verantwortlich dafür, dass das Produkt die Mindestanforderungen erfüllt. Im Schadensfall können Versicherungen auf die Eigenverantwortung des Nutzers verweisen. Prüfstellen wie Kiwa oder TÜV können einen Bioethanol-Kamin prüfen und bewerten, ob er der europäischen Norm entspricht. Ein Kamin oder Brenner, der von einer solchen Stelle geprüft wurde, hat immer ein Zertifikat.
Worin schneiden Xaralyn Bioethanol-Kamine besonders gut ab?
Konstruktions- und Designanforderungen
- Ein Flammenlöschsystem muss vorhanden sein.
Der Bioethanolkamin muss den Brennstoff vollständig aufnehmen und sicher zurückhalten - selbst wenn der Kamin vollständig auf den Kopf gestellt wird.
- Stabile Konstruktion (darf nicht leicht umkippen oder verrutschen).
- Automatische Verriegelung bei Fehlbedienung empfohlen (z. B. während des Betriebs).
Die Bioethanolbrenner von Xaralyn verfügen über einen doppelwandigen Brennstoffbehälter aus Edelstahl.
- Schutz vor Berührung mit offener Flamme oder heißen Teilen (z. B. durch Abdeckungen).
Sicherheitseinrichtungen
- Ein Flammenlöschsystem muss vorhanden sein.
Xaralyn Bioethanolkamine können auf zwei voneinander unabhängige Arten gelöscht werden.
- Das Nachfüllen des Brennstoffs darf nur erfolgen, wenn der Kamin abgekühlt ist.
Xaralyn Bioethanolkamine können nur befüllt werden, wenn der Kamin ausgeschaltet ist.
- Eine automatische Verriegelung bei Fehlbedienung wird empfohlen (z. B. eine Verriegelung während des Betriebs).
- Schutz vor dem Kontakt mit offenen Flammen oder heißen Bauteilen (z. B. durch eine Schutzscheibe).
Die Flamme der Xaralyn Bioethanolkamine wird durch eine Glasscheibe geschützt.